Videotraining Startseite

Esebeck und die Angst vor der Übernachtung

Warum traut sich eine Familie im Jahr 2010 dazu nicht? Es ist Besuch aus Amerika. Genia Zelmann-Wozniak mit mehreren Verwandten. Sie hatte nach einigen erfolglosen Versuchen endlich das Grab ihres Vaters, eines polnischen Zwangsarbeiters gefunden.

Josef Wozniak war auf dem Friedhof in Esebeck begraben. Gestorben 1944 im Lazarett in Göttingen aus ungeklärter Ursache. Die Familie vermutete Schreckliches. Sie hatten gehört, dass den kranken Zwangsarbeitern dort ständig Blut abgenommen wurde. Es wurde von "Ausbluten" gesprochen. Zum Ende des Krieges brauchten die deutschen Lazarette vermehrt Blut für verwundete Wehrmachtssoldaten.

Josef Wozniak war mit seiner Frau und vier kleinen Kindern von Lemberg aus unter schrecklichen Bedingungen nach Esebeck deportiert worden. Die Traumata der Kinder sind von der ältesten Tochter dokumentiert worden.

Nachzulesen in den Aufzeichnungen von Gerd Busse, dem örtlichen Heimatpfleger, vom 03.12.2023

18.04.2025 B.B.

Dieses Projekt wird gefördert von:

Projektleitung:

Svea Gockel-Zimmermann

Dieses Projekt ist Teil der „Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen“. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.