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Die Nazi-Intention ist immer Gewalt

Was mir beim Besuch des Alexander Selchow Weges in Rosdorf durch den Kopf geht

 

Alexander Selchow wurde vor mehr als 30 Jahren in Rosdorf von rechtsextremen Jugendlichen ermordet. Und heute müssen wir uns immer noch – vielleicht sogar verstärkt – fragen, ob diejenigen, die rechte Überzeugungen haben und rechte Parteien wählen, gar nicht wissen oder merken, wohin uns diese Ideologie führen wird.
Zum Beispiel die Einstellung, dass Menschen von Natur aus nicht gleichwertig sind.
Die Überlegenheit der eigenen Gruppe – nur die, die zu den Rechten gehören – steht im Zentrum. Wer anders ist, gehört nicht dazu, wird ausgegrenzt und eingeschüchtert bis hin zu Gewaltausübung.
Zum rechtsradikalen Denken gehört auch die Absicht, demokratische Prozesse, die Mitsprache verschiedener Perspektiven, abzuschaffen. Das ist purer Autoritarismus, die Grundlage für faschistische und antidemokratische Gesellschaftssysteme.
Vielfalt, egal ob in Bezug auf Lebensformen, Religion, kulturellen Hintergrund oder Sexualität wird als „unnatürlich“ abgelehnt, angegriffen, bestraft, verfolgt. Nur die sogenannte Volksgemeinschaft zählt. Alle anderen werden ausgeschlossen und zum Feind erklärt.
Gewalt ist für Rechtsextreme ein legitimes Mittel, politische und ideologische Ziele durchzusetzen. Vermeintlich Schwache werden ausgegrenzt, Gegner bekämpft. Bis hin zum Mord.
Die NS-Zeit wird verherrlicht, antisemitische Verschwörungsideologien werden verbreitet, gegen Migranten und Migrantinnen wird gehetzt, blanker Rassismus gehört zu ihrem Konzept der Ungleichwertigkeit.
Und nicht zuletzt bekämpfen sie Feminismus, Gleichberechtigung und die Stärkung weiblicher Selbstbestimmung, sie bekämpfen alles, was traditionelle Rollenzuschreibungen verändern will.
Merken denn die rechten Wähler und Wählerinnen das alles nicht? Wollen sie das alles nicht wahrhaben? Und die schweigende Minderheit? Die ist doch mindestens ebenso ultragefählrich.
Denn eines ist sicher: Die Nazi-Intention ist immer Gewalt! Wollen wir so leben? Ich sage NEIN!

12.04.2025 A.K.

Dieses Projekt wird gefördert von:

Projektleitung:

Svea Gockel-Zimmermann

Dieses Projekt ist Teil der „Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen“. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.